»Aber sie haben keine Canoes mehr,« rief Boyles. »Warner war nicht von ihnen gesehen worden und hielt sich in seinem Versteck, bis sie die beiden Fahrzeuge, gleich über der zweiten Sandbank unten, wo die kleine Slew einmündet, in die Büsche hineingezogen und versteckt hatten, und als er sich ganz sicher wußte, schlich er sich dort hinein und wollte die Canoes in den Strom schieben und forttreiben lassen, aber er war dazu allein nicht im Stande und hat deshalb ganz in der Stille und gerade zwischen ihnen ein tüchtiges Feuer angezündet, bei dem er blieb, bis er sie völlig zerstört wußte. In den Canoes setzen sie gewiß nicht wieder über den Arkansas.«

»Dann ist auch Hoffnung, daß wir sie drüben erwischen,« rief Cook rasch. »Wie wär's, wenn wir das Haus besetzten? nachher laufen sie uns gerade in die Hände.«

»Hm,« sagte Wells, »ich habe auch schon darüber nachgedacht, aber – wie viel waren in den Canoes, die Warner gesehen hat?«

»Er behauptet, es müßten etwa zehn oder elf gewesen sein. Natürlich wagte er sich nicht zu weit hinan, denn wenn sie ihn entdeckten, wäre er jedenfalls verloren gewesen.«

»Und sie denken Geld bei Euch zu finden?« frug Jenkins.

»Sie wissen, daß ich meine Farm in Missouri verkauft und das Geld dafür erhalten habe. Soviel hat ihnen der schurkische Neger erzählt. – Sie werden jetzt vermuthen, daß ich es versteckt halte.«

»Die Canaille verdient gehangen zu werden.«

»Verdient hat er's,« sagte Boyles, »denn wie ich höre soll er sich den Schuften angeschlossen haben, was also jetzt etwa elf oder zwölf Mann für die Bande machen würde, wenn sie sich nicht außerdem verstärkt hat. Verdächtiges Gesindel trieb sich wenigstens die letzte Zeit gerade genug am Arkansas herum.«

»Laßt uns die Nacht hinüberfahren,« rief da Wells, – »verdammt, wenn wir uns ordentlich eintheilen, laufen sie uns gerade in die Büchsenläufe hinein.«

»Ihr glaubt, daß sie bei Euch nach vergrabenem Gelde suchen werden?« fragte Jenkins.