»Und was machen wir jetzt?« rief der Bootssteuerer – »wir können doch wahrhaftig jetzt, im letzten entscheidenden Augenblick, den Fisch nicht aufgeben?«
Die Leute schwiegen. Sie wollten den Fisch natürlich auch nicht gern einbüßen, denn es war das Erste, was sie auf ihrer langen Fahrt verdient hatten; dann aber auch kannten sie recht gut selber das Gefährliche ihrer Lage, wenn sie auf offener See ihr Schiff verloren.
»Es ist eine ganz verfluchte Geschichte,« brummte Bob – »und wo steckt denn nur das zweite Boot? vorhin war es doch noch hinter uns!«
»Eben hab' ich es da drüben noch gesehen,« sagte Dick, ein Anderer der Leute – »jetzt müssen sie aber ihr Segel eingenommen haben, ich kann Nichts mehr erkennen.«
»Die Brise ist ganz eingeschlafen,« sagte der Bootssteuerer, indem er sein Gesicht nach Süden wandte – »die See fängt an wieder glatt zu werden.«
»Wenn der verdammte alte Thrankasten nur von der Stelle käme!« knurrte da Bob, »so hätten sie uns gar nicht im Stich lassen können, und jetzt dürfen wir nur ruhig die Leine kappen und uns selbst das Brod vom Munde wegschneiden.«
»Hol's der Teufel, Leute!« rief der Bootssteuerer, »wenn ihr denkt wie ich, so lassen wir unsern Vorspann noch eine Weile ziehen. Lange kann er es nicht mehr aushalten – er hat schon eine etwas andere Richtung genommen und sich ein wenig mehr nach Süden gewandt. Das ist immer ein sicheres Zeichen, daß sie müde werden. Kommen wir dann, bis völlig Nacht, nicht fest – nun denn in Gottes Namen, dann haben wir wenigstens unsere Schuldigkeit gethan, und sind dann auch nicht viel weiter vom Schiff als jetzt.«
Die Leute erwiederten Nichts, und in unverminderter Schnelle flog indessen der Wal mit ihnen durch die Fluth – aber er hielt nicht an. Die Sonne war im Meer verschwunden, und bleiern lagerte sich die Nacht auf den Ozean.
Der Bootssteuerer hatte Bob das Ruder gegeben und stand vorn an der Leine – plötzlich fühlte er, daß diese schlaffte.
»Beim Himmel, er hält!« rief er vergnügt aus – »so ist's vielleicht doch noch nicht zu spät.«