»Ja ich weiß es wahrhaftig nicht,« sagte der Professor, »ich habe nie darauf geachtet, und soviel ich weiß seinen Vornamen auch nie gehört — vielleicht ist dieser hier in Amerika gebräuchlich.«

»Soldegg?« sagte der Pensylvanier, an den diese Bemerkung halb als Frage gerichtet war, indem er hinter seinen Schenktisch ging und sich den Namen aufschrieb, »nicht daß ich wüßte; s' ist aber möglich, die Methodisten und Baptisten geben ihren Kindern manchmal ganz artliche Namen, von denen man nie weiß wo sie her sind, aber — wie ich da eben aus dem Brief sehe, habt Ihr die intention Euch hier zu settlen, und eine Farm zu kaufen; ist das wahr?«

»Das war allerdings meine Absicht,« sagte der Professor kopfschüttelnd im Zimmer auf und abgehend, während sich Hopfgarten mit dem Brief in eine Ecke gesetzt hatte, und ihn wieder und wieder durchstudirte, »damals hoffte ich aber keine weiteren Schwierigkeiten dabei zu finden, sondern gleich Jemanden in diesem Herrn Goodly zu haben, der mir mit Rath und That an die Hand gehen könnte. Ich wäre sonst wahrhaftig nicht nur so auf gerathewohl mit Weib und Kindern, Dienstboten und Gepäck hier heraufgekommen.«

»Well, wenn Du bei Allem solch Glück hast, als daß Du den Schuft von Goodly nicht mehr hier findest und in dessen Klauen gefallen bist,« meinte der Pensylvanier trocken, »dann kannst Du es noch zu 'was bringen in den States. Aber Deine Familie hast Du wohl in Cincinnati?«

»In Cincinnati? — hier — unten am Fluß, mit Kisten und Kasten.«

»The devil!« rief der Pensylvanier überrascht aus — fügte aber dann, indem er sich ohne weitere Schwierigkeit auf seinen Schenktisch setzte und sein rechtes Knie zwischen die zusammengefalteten Hände nahm, langsamer und wie überlegend hinzu, »hm — da befindest Du Dich anyhow in einem fix[26] — seid heute Morgen mit dem Dampfer gelandet, heh?«

»Ja wohl, mit der Jane Wilmington.«

»Ahem, calculirte so; und wollt eine Farm wirklich kaufen?«

»Wenn ich etwas passendes fände.«

»Mit Vieh und Einrichtung?«