»Segelschiff — wird — sein — Preis in erster Cajüte vier und achtzig Thaler Gold.«

»Und die — die billigeren Plätze?«

»Billigeren Plätze — zweite Cajüte oder Steerage fünfundsechzig Thaler Gold — «

»Und Zwischendeck?« sagte der Fremde leise und verlegen.

»Zwischendeck würde ich Ihnen nicht rathen,« meinte Herr Weigel, seine Brille jetzt abwischend und wieder aufsetzend; »besonders wenn man eine Frau und ein Kind bei sich hat und es nur irgend ermachen kann, sollte man nie Zwischendeck gehn, man ruinirt sich's und den Seinigen an der Gesundheit herunter, was die paar Thaler mehr kosten.«

[pg 107]»Aber Sie können mir wohl den Preis des Zwischendecks sagen?«

»Ja wohl, mit dem größten Vergnügen — Zwischendeck nach New-York kostet — warten Sie einmal, ich habe ja hier die letzten Briefe von meinen Häusern. Zwischendeck nach New-York kostet vierundvierzig Thaler Gold.«

»Vierundvierzig Thaler?«

»Ja es ist seit ein paar Tagen erst wieder um vier Thaler aufgeschlagen, weil die Leute eben nicht Schiffe genug anschaffen können für die Auswanderer. Ist fabelhaft was besonders dieses Jahr für Leute übersiedeln. Soll ich Sie vielleicht einschreiben? es trifft sich jetzt gerade glücklich, denn am 15ten geht ein ganz vortreffliches Schiff ab, die Diana, Dreimaster, gut gekupfert, mit allen nur möglichen Bequemlichkeiten versehn und einem Capitain, ich sage Ihnen ein wahrer Schentelmann, wie er sich gerade nicht immer auf den Schiffen findet.«

»Ich danke Ihnen für jetzt noch bestens, lieber Herr Weigel,« sagte der junge Mann — »ich muß doch nun erst mit meiner Frau Rücksprache über dieß nehmen, denn erst seit gestern ist mir die Idee überhaupt gekommen auszuwandern; aber — noch eine Bitte hätte ich an Sie,« und er drehte dabei den Hut den er in der Hand hielt, fast wie verlegen zwischen den Fingern — «