»Aber woher wissen Sie das?« rief Henkel, anscheinend erstaunt, »haben Sie ihn gesehen?«

»Er hat mir einen Brief für Sie gegeben.«

»Und haben Sie den Brief?« rief Henkel lachend — der in dem Augenblick wirklich noch gar nicht wußte, welche Rolle er weiter spielen müsse, und sich durch die Frage immer noch eine Hinterthür offen behielt, das Ganze auf einen Scherz hinaus zu drehen.

»Allerdings,« sagte Hopfgarten ruhig, und jetzt wieder ganz gefaßt; »ich bin in der Zeit noch gar nicht nach New-Orleans, wo ich Sie vermuthen mußte, gekommen, und wenn Sie mit mir zu Haus gehn, kann ich ihn an seine Adresse überliefern. Ich habe Ihnen überdieß noch etwas sehr Wichtiges, und für Sie höchst Interessantes mitzutheilen.«

»Und das wäre?« rief Henkel rasch und neugierig.

»Nun hier auf der Straße,« sagte Hopfgarten mit einem flüchtigen Blick auf Henkels Begleiter, »geht das doch wohl nicht; wollen Sie mit mir essen, so können wir es zu Hause abmachen?«

»Wo logiren Sie?«

»Im rothen Drachen.«

»Ah bei Lobsich — da wird ja wohl um ein Uhr gegessen.«

»Ja — «