»Ach lieber bester Doctor,« rief ihm Soldegg schon von weitem zu — »ich habe noch eine große Bitte an Sie; thun Sie mir den Gefallen und schließen Sie noch einmal auf — ich halte Sie nicht zehn Minuten länger.«
»Ah mein guter Herr Henkel; sehr erfreut sie zu sehen, wie geht es Ihnen, — womit kann ich Ihnen dienen?« sagte der Doctor auf Englisch, dem Wunsche willig Folge leistend, und in seinen »shop« voran hineintretend.
»Ich habe eben jemanden getroffen den auch Sie kennen,« sagte Soldegg.
»Herrn von Hopfgarten — nicht wahr? — ja er hat mir heute Morgen seine Visite gemacht, gerade wie er ankam.«
»Er ist erst seit heute Morgen in der Stadt?«
»Etwa seit zehn oder elf Uhr; er trug seinen Reisesack noch unter dem Arm.«
»Dann hab' ich Glück gehabt, daß ich ihm gleich begegnet bin — Sie wissen, nicht wie lange er zu bleiben gedenkt?«
»Oh wohl nur sehr kurze Zeit — «
»Das glaub' ich, nachdem er mich gesehn,« lachte Soldegg.
»Wie so? was haben Sie mit ihm?« rief der Doctor erstaunt.