»Heißen Sie Hopfgarten?« sagte der Constable, ruhig zu ihm tretend.
»Ja wohl — und bin — «
»Sie sind mein Gefangener,« sagte der Constable, seine rechte Hand auf des Deutschen Achsel legend.
»Ihr Gefangener? — auf wessen Klage?«
»Geht mich eigentlich Nichts an,« meinte der Constable; »werden das wahrscheinlich besser wissen wie ich; wenn Sie's aber noch einmal hören wollen, auf eines Herren Henkel Klage, der einen Verhaftsbefehl gegen Sie erwirkt hat.«
»Henkel?« rief Hopfgarten, erschreckt emporfahrend, denn jetzt durchschaute er leicht genug die List des Buben — »das ist nicht übel — um Gottes Willen lassen Sie dann nur nicht diesen Henkel außer Augen — ich will gern mitgehen und verlange Nichts mehr — wo ist der aber?«
»Weiß ich nicht, geht mich auch Nichts an — « sagte der Constable, »wir können nicht die ganze Stadt arretiren — ich habe Nichts zu thun, als Sie zum Friedensrichter Oppel zu bringen, der das Weitere dann bestimmt.«
»Und dort werde ich Ihnen beweisen,« rief Hopfgarten rasch, »daß dieser Henkel der abgefeimteste Schurke ist, der auf Gottes Erde wandelt, und wenn er mir jetzt durch Ihre Schuld entwischt, mache ich das Gericht dafür verantwortlich.«
»Ist mir doch was Unbedeutendes.« rief Lobsich im höchsten Erstaunen aus; »was der Bursche noch für eine Frechheit hat. Hm, hm, hm, werden ihn aber schon zahm kriegen da oben, werden ihn schon zahm kriegen.«
Hopfgarten wollte sich ärgerlich nach dem Wirth umdrehen, besann sich aber eines Besseren und folgte dem Constable, von einigen zwanzig Neugierigen begleitet, zu dem Friedensrichter.