»Aber der Professor hat doch die Farm?«
»Hatte sie,« sagte Wald.
»Er hat sie verkauft?« rief Georg, rasch und erschreckt.
»Noch nicht,« meinte der Pedlar, »doch heute oder morgen wird's wohl dran gehn. Wie ich dort vorbei kam war's dicht daran.«
»Aber wie ist das möglich,« sagte Georg, »die Erndte ist doch gewiß dort wie hier gut ausgefallen, die Verbesserungen, die er auf der Farm gemacht, müssen ihm wenigstens etwas eingetragen haben, und so war der Platz doch nicht verschuldet, ein solches Ende so rasch herbeizuführen.«
»Wie die Geschichte ganz genau ist, weiß ich nicht,« sagte Wald, »so viel aber ist gewiß, daß der Professor Vieh und manches Andere verkaufen mußte, dem Weber, der sich bei ihm mit seiner Familie verdingt hatte, seinen Jahrlohn zu geben. Außerdem hat er Unglück gehabt mit dem einzigen Sohn, der sich auf der Jagd eine Ladung Schroth durch den Leib geschossen.«
»Großer Gott, Eduard,« rief Georg, entsetzt von seinem Sitz aufspringend.
»Wie ich die Sache hörte,« fuhr Wald fort, »war der junge Mann mit einem andern unserer Zwischendeckspassagiere — dem langhaarigen Burschen, der immer die Verse an Bord machte — auf die Jagd gegangen, und weiß der liebe Gott, was die beiden jungen Leute zusammen angefangen, aber der junge Lobenstein, Eduard hieß er, glaub' ich, schoß sich, wie jener Versemacher sagte, beim über einen Graben springen durch den Leib, und starb ein paar Stunden darauf unter den furchtbarsten Schmerzen.«
»Das ist ja entsetzlich,« stöhnte Georg.
»Nicht so, als der Mensch vielleicht denken möchte,« meinte Wald ruhig, »denn wie mir der Weber erzählte, war der junge Bengel zum Arbeiten nie etwas nutz gewesen, und durch den Fall wurden sie auch, als reinen Gewinn, den Literaten los, der sich auf dem ersten Dampfboot wieder nach New-Orleans einschiffte.«