»Unsinn Mann — Ihr könnt hier ein Jahr lang unter einem Baum im Walde schlafen, und wenn Euch die Mosquitos und Holzböcke nicht auffressen, die Panther thun Euch Nichts.«
»So? — es hat wohl nicht Einer dicht bei mir auf einem anderen Baum gesessen, und mir die ganze Nacht eine schauerliche Geschichte vorgeheult, heh?«
»Hahahahaha!« lachte Jack, »das wird eine Eule gewesen sein; in dieser Jahreszeit schläft sich's wundervoll im Wald.«
»Eule,« brummte Maulbeere verächtlich zwischen den Zähnen durch, »wundervoll im Wald schlafen — wer eine Leidenschaft dafür hat. Mir ist's lieber ich erfahre es erst am nächsten Morgen, wenn's in der Nacht geregnet hat.«
»Alle Wetter ja,« rief Jack gutmüthig, »Ihr seid durch und durch naß — es hat die Nacht wohl stark geregnet? und wir zu Hause haben nicht einmal viel davon gemerkt. Aber kommt, nehmt Euer Fuhrwerk und bringt es nur hier herüber mir nach.«
»Wenn ich nicht fest damit säße hätte ich mich nicht hier häuslich niedergelassen,« erwiederte der Scheerenschleifer mürrisch — »das Dornenwerk hält wie Ankertaue.«
»Da wollen wir leicht Bahn hauen,« lachte Jack, sein langes schweres Jagd- oder Bowiemesser aus dem Gürtel nehmend, und die Dornen ringsum mit leichten Schlägen durchhauend, »so — so — so — jetzt versucht's einmal, gleich da drüben wo die alte Eiche liegt geht ein schmaler Kuhpfad nach der Farm zu, dem können wir folgen bis wir in den Reitweg kommen, und dann habt Ihr freie Bahn — gehts?«
»Wenn ich Jemanden finde der dumm genug ist mir den Kasten abzukaufen,« sagte Maulbeere, das Tragband wieder einhenkend und den Versuch machend, »so gebe ich mein Geschäft auf und gehe unter die Millionaire — hol der Teufel das Scheerenschleifen.«
Jack sah ihm lachend zu, bis der Fremde nach drei vier Ansätzen den schweren eingesunkenen Karren nicht vorwärts brachte, dann ging er rasch auf einen jungen Papaobaum zu, von dem er die Rinde, so hoch er hinaufreichen konnte, mit seinem Messer abschlug und niederstreifte, ein Seil daraus drehte, und dieses vorn am Karren befestigend, sich selber vorspannte.
»So — nun noch einmal — a hoy — alle zusammen!«