»Nun hoffentlich entgehen die Buben der gerechten Strafe nicht,« sagte Eltrich; »der deutsche Constabler hatte alle Hoffnung Ihren sauberen Barkeeper wenigstens abzufangen. Er behauptete die Schlupfwinkel genau zu kennen, die jener frequentirt, und wir haben ihm auf die Seele gebunden, kein Geld zu sparen, den Schurken aufzufinden, ehe er vielleicht im Stande wäre New-Orleans zu verlassen.«
Eine eigen, wunderliches Geräusch schallte in diesem Augenblick durch das stille Zimmer, und Franz fuhr, wie von einem Blitz getroffen, von seinem Stuhle auf.
»Was haben Sie? — was ist?« frug ihn Hopfgarten erstaunt.
»Hörten Sie Nichts?« flüsterte Franz, mit geöffnetem Mund und ausgerecktem Arm, ein regungsloses Bild der gespanntesten Aufmerksamkeit.
»Hörten? — was?« rief Hopfgarten, sich ebenes überall in dem leeren Raume umschauend.
»Es war beinah, als ob Jemand mit den Fingern schnalzte,« sagte Eltrich.
»Das war Jimmy!« schrie aber Franz, wild auffahrend, »ich will nicht selig werden, wenn das nicht das Fingerknacken des Buben war. An die Thüren, Herr von Hopfgarten — um des Heilands Willen an die Thüren — der Bube ist hier noch im Zimmer versteckt!«
»Aber wo?« rief dieser, den jungen Mann erstaunt ansehend.
»Haben Sie dort in dem Kleiderschrank? — haben Sie hier unter dem Bette nachgesehn?«
»Aber ich bitte Sie um Gottes Willen.«