»Wie so?« frug Donner erstaunt.

»Nun die Madame ist in ein Hotel gezogen, und der Herr in ein anderes« meinte Maulbeere — »waren lange genug zusammen an Bord, und Amerika ist ein freies Land.«

»Unsinn« sagte der junge Mann lachend, »da haben Sie sich etwas aufbinden lassen, Herr Maulbeere — Henkel wird sich hüten und seine junge, wunderhübsche Frau in ein anderes Hotel ziehen lassen — ich möchte nur wissen ob sie sich wieder vollkommen wohl fühlt.«

»Könnten Sie am Besten wissen, wenn Sie wären zu finden gewesen« sagte Maulbeere trocken.

»Zu finden gewesen? — was wollen Sie damit sagen?«

»Daß Sie das kleine Ding — wie hieß das Mädchen doch, das in der Cajüte die Kammerjungfer spielte? — «

»Hedwig!« rief Donner schnell.

»Ja wohl, Hedwig, daß Sie die wie eine Stecknadel in der ganzem Stadt gesucht und mich, den sie zufällig auf der Straße traf, auch nach Ihnen gefragt hat.«

»Guter Gott, hätte ich nur eine Ahnung davon gehabt« rief Georg, »aber was wollte sie von mir — ärztliche Hülfe?«

»Nun was sonst? — die Frau lag lebensgefährlich krank und sie hatten, wie sie sagte, kein Vertrauen zu einem Amerikanischen Arzt; müßte mich übrigens sehr irren, wenn nicht vielleicht ebenso wenig Geld wie Vertrauen — .«