»Walk in!«[ 12]
»Habe ich das Vergnügen mit Herrn Doktor Rosengarten zu sprechen?«
»Bitte — ich bin kein Doktor — aber mein Name ist Rosengarten; mit wem habe ich die Ehre?«
»Theobald — Fridolin Theobald — Lyrischer Dichter und Schriftsteller im Allgemeinen, aus Deutschland« stellte sich unser Freund dem kleinen, etwas schwärzlich aussehenden Manne selber vor, indem er ihm eine, gewissenhaft an der Ecke eingedrückte Visitenkarte überreichte.
»Und womit kann ich Ihnen dienen?« sagte Herr Rosengarten, einen etwas mistrauischen Blick nach dem Packet werfend, das jener unter dem Arme trug — »wohl erst ganz kürzlich von Deutschland gekommen, wenn man fragen darf?«
»Seit etwa drei Wochen« sagte Herr Theobald, indem er anfing sein Packet aus einem großen Bogen Makulatur herauszuwickeln, »und wollte mir nur die Freiheit nehmen, Ihnen hier Einiges für Ihr sehr geschätztes Blatt anzubieten.«
»Ah, Sie sind sehr freundlich« sagte Herr Rosengarten etwas verlegen, indem er nach seiner Brille auf dem neben ihm stehenden Schreibtisch herumfühlte, die gefundene aufsetzte und beide Hände dann, als ob er nicht voreilig damit zu sein wünschte, in seine Rocktaschen schob.
»Ich habe hier zweierlei,« sagte Herr Theobald mit einer leichten Verbeugung, »was Beides, wie ich kaum zweifle und wovon Sie sich auch wohl bald überzeugen werden, nicht geringes Furore beim Publicum machen wird. Ich will und möchte nicht gern unbescheiden sein, aber ich weiß, daß der Erfolg nicht fehlen kann. Sie haben doch vollständige Preßfreiheit hier in Amerika?«
»Vollständige« versicherte Herr Rosengarten, mit einem sehr entschiedenen Kopfnicken.
»Ihre Constitution garantirt es Ihnen wenigstens — .«