»Ganz allein? — und wollen ganz allein in den Wald hinein?«
»Und warum nicht?«
»Nu hören Sie, das nehmen Sie mir nicht übel,« sagte Charley, freundlich lächelnd, »das ist denn nun doch wohl blos Ihr Spaß?«
»Aber weshalb um Gottes Willen?« frug Fräulein von Seebald wirklich beunruhigt über das ganze Wesen des Mannes — »was kann mir denn im Wald geschehn? Sind noch Indianer dort?«
»Indianer? — nein; am Fluß lagern vielleicht welche, aber die stehn unter Aufsicht und sind harmlos.«
»Oder wilde Thiere?«
»Nun ja, es giebt wohl Bären und Panther da, aber man hört doch selten davon daß sie Jemanden angefallen haben.«
»Was sollte mich also sonst hindern?«
»Ih nun ja« sagte Herr Fischer — »es ist wahr, es ginge schon, aber — ich weiß doch nicht, ich möchte nicht alleine und ohne Gewehr nach Oakland Grove und von da noch weiter in den Wald hinein gehn, und ich bin doch nun schon zwölf Jahr in Arkansas. Überhaupt, es ist nirgends besser wie in Little Rock; das ist ein capitaler Fleck und sollte mich gar nicht wundern, wenn es einmal die erste Stadt in der Union würde. Nachher ist aber Charley Fischer am Platz, denn ich habe eine ganze Parthie Lots gekauft und die müssen einmal einen heillosen Werth bekommen.«
»Aber es hat doch ungemein viel Romantisches, so allein durch den Wald zu gehn« sagte Fräulein von Seebald.