»Allerdings,« bestätigte Burton, »aber nicht als Gefangene. Miss Jenny Benthouse ist die Tochter eines englischen Geistlichen – ihr Vater wohnt in Islington – sie wurde von jenem Burschen unter seinem falschen Namen und unzähligen Lügen entführt, und ich – werde sie jetzt ihren Eltern zurückgeben.«
»So?« sagte Hamilton, der dem kurzen Bericht aufmerksam zugehört hatte, während es aber wie ein verstecktes Lächeln um seine Lippen zuckte – »aber bitte entschuldigen Sie einen Augenblick, ich bin gleich wieder bei Ihnen. Apropos, Sie haben so vollständige Toilette gemacht. Wollten Sie ausgehen?«
»Nein – auf keinen Fall eher wenigstens, als bis wir uns über diesen Punkt verständigt haben.«
»Gut, dann bin ich gleich wieder da« – und mit den Worten glitt er zur Thür hinaus und unten in den Thorweg, wo ein Paar Lohndiener standen.
»Sind Sie beschäftigt?« redete er den einen an.
»Ich stehe vollkommen zu Befehl.«
»Schön – dann haben Sie die Güte und bleiben Sie bis auf weiteres in der ersten Etage, wo Sie Nr. 7 und 6 scharf im Auge behalten. Sollte dort eine Dame ausgehen wollen – Sie verstehen mich – so rufen Sie mich, so rasch Sie möglicher Weise können, von Nr. 26 ab. Sie haben doch begriffen, was ich von Ihnen verlange?«
»Vollkommen.«
»Gut – es soll Ihr Schade nicht sein – der Portier unten braucht übrigens nichts davon zu wissen – und indessen schicken Sie mir einmal einen Kellner mit einer Flasche Sherry und zwei Gläsern und einigen guten Cigarren auf Nr. 26.«
Mit den Worten stieg er selber wieder die Treppe hinauf, horchte einen Augenblick an Nr. 7, wo er zu seinem Erstaunen Stimmen vernahm, und kehrte dann zu Mr. Burton zurück, der mit untergeschlagenen Armen, und offenbar sehr aufgeregt, in seinem Zimmer auf und ab ging.