»Nicht das Geringste.«

»Gut – Sie bleiben auf Ihrem Posten.«

Als er in das Zimmer zu Mr. Burton zurückgekommen war, nahm er seinen alten Platz wieder ein und ließ seinen Gefährten ruhig auserzählen, ohne ihn auch nur mit einem Wort darin zu stören. Erst als er vollkommen geendet hatte und der junge Mann ihn mit sichtlicher Erregung ansah, um sein Urtheil über die Sache zu hören, sagte er ruhig:

»Und wissen Sie nun, my dear Sir, welches der gescheuteste Streich war, den Sie in der ganzen Zeit meiner Abwesenheit gemacht haben?«

»Nun?« frug Burton gespannt.

»Daß Sie der jungen Dame eine Gesellschafterin gegeben haben.«

»Ich durfte sie nicht so lange allein und ohne weibliche Begleitung lassen,« rief Burton rasch.

»Nein,« sagte Hamilton, und ein eigenes spöttisches Lächeln zuckte um seine Lippen – »sie wäre Ihnen sonst schon am ersten Tage durchgebrannt, gerade wie ihr Begleiter mir.«

»Mr. Hamilton –«

»Mr. Burton,« sagte Hamilton ernst, »zürnen Sie mir nicht, wenn ich vom Leben andere Anschauungen habe als Sie, glauben Sie einem Manne, der in diesen Fach mehr Erfahrungen gesammelt hat, als Sie vielleicht für möglich halten. Danken Sie aber auch Gott, daß ich gerade Ihnen jetzt zur Seite stehe, denn Sie wären sonst von einer erzkoketten und durchtriebenen Schwindlerin überlistet worden und hätten nachher, außer dem Schaden, auch für den Spott nicht zu sorgen gebraucht.«