Der Herold (fährt fort). Widrigenfalls setzen Wir Dich nunmehr aus Kaiserlicher Machtvollkommenheit aus dem Frieden in den Unfrieden, weisen Dich hinaus auf die vier Straßen der Welt und erklären Dich für vogelfrei-

Ernst. Willst du noch mehr hören, mein Sohn? Sag nein, und ich erhebe meinen Herzogsstab!

Frauenhoven. Jetzt kommt das von den Tieren des Waldes und den
Vögeln unter dem Himmel und den Fischen im Wasser!

Nothhafft von Wernberg. Schau dich um! Sie gehen alle hinter sich!
Keiner wird's mit dir tragen, als wir!

Albrecht. Wie sollten sie auch! Fangen doch die Berge zu wandeln an, um mich zu bedecken!

Ernst. Soll auch die Kirche den Mund noch öffnen? Soll die Kerze ausgelöscht, soll deine Seele dem ewigen Fluch übergeben, dein Name im Buch des Lebens getilgt werden?

Albrecht (zu Nothhafft von Wernberg und Frauenhoven). Geht von mir, daß ich antworten kann!

Frauenhoven. Haben wir das um Euch verdient? Teufel, es brennt!

Albrecht. Soll ich mich vor der Gewalt demütigen, weil ihr neben mir steht? Mich mag sie noch heute zermalmen!

Ernst. Gewalt? Wenn das Gewalt ist, was du erleidest, so ist es eine Gewalt, die alle deine Väter dir antun, eine Gewalt, die sie selbst sich aufgeladen und ein halbes Jahrtausend lang ohne Murren ertragen haben, und das ist die Gewalt des Rechts! Weh dem, der einen Stein wider sie schleudert, er zerschmettert nicht sie, sondern sich selbst, denn der prallt ab und auf ihn zurück. Oder bin ich's, der zu dir redet, ist's nicht das ganze deutsche Reich?