Albrecht. Ich will—Ich will, was ich noch kann! (Gegen den Herold.) Kaiserlicher Majestät meinen Respekt! (Zu Ernst.) Euch, mein Herr und Vater—(Er will ihm das Schwert überreichen.) Euch-

Ernst (öffnet die Arme und streitet ihm entgegen).

Albrecht (weicht zurück, und zieht). Nein, nein! Die Hölle über mich, aber Blut für Blut!

Ernst. Halt! Erst nimm den da! (Er reicht ihm den Herzogsstab, den
Albrecht unwillkürlich faßt.) Der macht dich zum Richter deines
Vaters! Warum willst du sein Mörder werden!

Preising. Herzog!

Ernst. So war's beschlossen! Und nicht bloß des Feierabends wegen! Ich brauch sein Ja! Kann er's mir in seinem Gewissen weigern, so steht's schlimm um mich!

Albrecht. Mich schwindelt! Nimm ihn zurück! Er brennt mir in der
Hand.

Ernst. Trag ihn ein Jahr in der Furcht des Herrn, wie ich! Kannst du mich dann nicht lossprechen, so ruf mich, und ich selbst will mich strafen, wie du's gebeutst! Im Kloster zu Andechs bin ich zu finden!

Albrecht (will niederknien). Vater, nicht vor Kaiser und Reich, aber vor dir!

Ernst. Wart! wart! Mein Tagewerk war schwer, aber vielleicht leb ich noch übers Jahr! (Geht; zu Preising, als er folgen will.) Bleibt! An einem Mönch ist's genug!