Agnes. Und doch flieht man mich? Doch will man mich ausstoßen?

Barbara. Agnes, sieh mich mal an!

Agnes. Nun?

Barbara. Wie wär' dir wohl zumute, wenn—laß uns hinaufgehen in deine Kammer!

Theobald. Ich will nicht im Wege sein, wenn gebeichtet werden soll!
(Ab.)

Barbara. Ja, wie wär' dir zumute, wenn du, wie sag ich, nun, wenn du einen gern hättest, und der hätte nur Augen für mich?

Agnes. Wie soll ich das wissen!

Barbara. So will ich's dir sagen! Du würdest—Doch ich will mich nicht lächerlich machen, du weißt es selbst recht gut! Und meinst du, daß es anderen besser geht? (Bemerkt den Strauß.) Woher kommt der?

Agnes. Das weiß ich nicht!

Barbara. Nicht? Kommen so viele? Wenn er von meinem Wolfram käme, ich—Und es ist gern möglich, gerade die Blumen stehen in seinem Garten! Gestern den ganzen Tag sah ich nach seinem Vetter, zwang mich, dem gleichgültigen Menschen verliebte Blicke zuzuwerfen und dachte, er würde rasen. Abends, als wir zu Hause gingen, strich er den Burschen selbst gegen mich heraus, es war ihm recht gewesen, ich hatte ihm einen Gefallen damit getan!