Albrecht. Noch heute?
Preising. Übermorgen findet's statt!
Albrecht. Das kommt ja rascher zustande, wie eine Bauern-Schlägerei! Was gibt's denn? Ist dem Kaiser in seinem Alter eine Prinzessin geboren?
Preising. Wahrscheinlich sollte Eure neue Verlobung der Ritterschaft verkündigt werden, denn Euer Vater hält Eure Weigerung für unmöglich und ist stolz darauf, daß ihm gelang, was seinen Vorfahren drei Jahrhunderte hindurch mißglückte. Nun wird's wohl auf ein bloßes Lanzenspiel hinauslaufen!
Albrecht. Gleichviel! Ich bin in billigen Dingen sein gehorsamer
Sohn und will um eine Erbsenschote turnieren, wenn er's verlangt!
Preising. Also, Ihr erscheint, ich hab Euer Wort!
(Ab, von Törring, Frauenhoven und Nothhafft von Wernberg zurückbegleitet.)
Elfte Szene
Albrecht. Da ist's! Und ich kann nicht sagen, daß mich's verdrießt! Ich bin nicht gemacht, mein Glück zu genießen, wie ein Knabe die Kirschen nascht, die er gestohlen hat! Und wenn der Sturmwind mir die Tarnkappe abreißt, so kann der Augsburger Priester doch gewiß nicht sagen, ich selbst hätte das Geheimnis verraten!
Zwölfte Szene