Marschall (öffnet das Buch und liest). Weiter wurde zu Heilbronn für ewige Zeiten beschlossen und geordnet. welcher vom Adel geboren und herkommen ist und Frauen und Jungfrauen schwächte-
Albrecht (schlägt ihm das Buch aus der Hand). Der darf nicht turnieren!
Werden hier Krippenreiter zugelassen, die das nicht wissen?
Marschall. Ihr seid angeklagt, auf Eurem Schloß Vohburg mit einem
Schwabenmädchen in Unehren zu leben!
Albrecht. Mein Kläger?
Ernst (erhebt sich).
Albrecht. Herzog von München-Bayern, laß deine Späher peitschen, sie haben deine Schwieger verunglimpft! Die ehr—und tugendsam Augsburger Bürgertochter, Jungfer Agnes Bernauer, ist meine Gemahlin, und niemand, als sie, befindet sich auf Vohburg! Hier stehen meine Zeugen!
Ernst. Preising! Das ist ja zum—Wiederjungwerden!
Albrecht. Da man nun mit seinem angetrauten Weibe nicht in Unehren leben kann, so—Schildknapp', zeig dem Mann mit dem Buch da, wie man öffnet!
Schildknapp' (öffnet rasch).
Albrecht (tritt ein). Nun, Ihr Herren? Man pflegt: ich wünsch Euch
Glück! zu sagen!