Törring (geht ab, gleich darauf erscheint Theobald).
Agnes (ruft ihm entgegen). Theobald!
Theobald. Agnes—Frau Herzogin, wollt' ich sagen—Nicht? So ist's recht?
Agnes. Laßt das! Kommt mein Vater auch? Doch, was frag ich! Wie könntet Ihr Euch alle beide zugleich entfernen!
Theobald. Nun, das—Aber Ihr wißt, wie er ist! Er meint, Ihr solltet Gott danken, wenn Euch der Vater endlich vergeben und vergessen sei, und ihm keine Boten weiter senden, es helfe doch nichts, denn er seinerseits kenne seine Schuldigkeit und werde den alten Bartkratzer hier nicht in Erinnerung bringen! Es freue ihn zwar von Herzen—und das tut's auch, ich weiß es, darum kehrt Euch nicht an ihn—daß Ihr noch an ihn dächtet, und daß auch Euer Herr sich seiner nicht schäme, aber er verstehe das besser, und Ihr möchtet aufhören, ihn zu quälen!
Agnes. Und das ist alles, was Ihr mir von ihm melden sollt? Nur, um mir das zu sagen, habt Ihr die weite Reise gemacht?
Theobald. Nun, das gerade nicht! Ich hatte wohl auch noch einen anderen Grund!
Agnes. Und der—muß er mir Geheimnis bleiben?
Theobald. Ach, warum auch! Wir hören nun seit Jahren so allerlei, und da wollt' ich, da sollt' ich doch einmal sehen-
Agnes. Ob ich auch wirklich glücklich sei? Oh, wärt Ihr doch eine Stunde früher gekommen! Dann hättet Ihr mit eigenen Augen—Doch nein, nein, es ist besser so! Und Ihr? In Augsburg?