Theobald. Es ist die Tochter meines Meisters!

Pappenheim. Badergesell, kannst du zählen? Nieder mit ihm, wenn er nicht weichen will, und fort mit ihr!

Die Reisigen (drängen sich um Agnes herum, aber mit Scheu, und ohne sie anzurühren, weil sie von ihrer Schönheit geblendet sind). Ha! Ei! Die!

Pappenheim. Nun, was gafft ihr? Hat sie's euch schon angetan, wie dem armen Herzog, oder wollt ihr warten, bis ihr's weghabt? Laßt ihr nur Zeit, kuckt ihr nur in die gefährlichen schönen Augen, so läßt sie euch Borsten wachsen, statt der Haare, und Klauen, statt der Nägel! Ich dächte, ihr hättet genug von ihren Künsten gehört. Muß ich selbst den Schergendienst verrichten? (Er dringt auf Agnes ein und will sie ergreifen.)

Theobald (schwingt das Schwert, wie ein Rad, um den Kopf herum, so daß Pappenheim sich nicht nähern kann).

Pappenheim. Ei, dich soll ja—(Er will Theobald durchstoßen.)

Agnes (wirft sich zwischen beide). Schont ihn! Er denkt an meinen alten Vater! Ich folg Euch! Aber vergeßt nicht, es ist Herzog Albrechts Gemahlin, die Ihr in seinem eigenen Schloß überfallt!

Pappenheim (will wieder auf Theobald eindringen). Der Bursch hat mich-

Preising (rasch hervortretend). Im Namen des Herzogs, meines Herrn, jedes Schwert in die Scheide!

Pappenheim (indem er sein Schwert einsteckt). Warum auch nicht! Ich soll sie nur fangen!