Joseph.
Auf Nimmerwiedersehn?
Herodes.
Es könnte sein!
Joseph.
Ich sah dich nie, wie jetzt!
Herodes.
Das sei dir Bürge,
Daß es noch nie so mit mir stand, wie jetzt!
Joseph.
Wenn du den Mut verlierst—
Herodes.
Das werd' ich nicht,
Denn, was auch kommt, ich trag es, doch die Hoffnung
Verläßt mich, daß was Gutes kommen kann.
Joseph.
So wollte ich, ich wäre blind gewesen
Und hätte Alexandras Heimlichkeiten
Nie aufgespürt!
Herodes.
Das glaube ich dir gern!
Joseph.
Denn hätte ich das Bildnis nicht entdeckt,
Das sie vom Aristobolus geheim
Für den Antonius malen ließ, und hätt' ich
Ihr Botensenden an Cleopatra
Nicht ausgespäht, und noch zuletzt den Sarg,
Der sie und ihren Sohn verbarg, im Hafen
Nicht angehalten und die Flucht verhindert,
Die schon begonnen war—
Herodes.
Dann hätte sie
Dir nichts zu danken, und mit Ruhe könntest
Du ihre Tochter auf dem Throne sehn,
Den sie, die kühne Makkabäerin,
Gewiß besteigt, wenn ich nicht wiederkehre,
Und wenn vor ihr kein andrer ihn besetzt.