Alexandra (zu Joseph).
Und du?
Joseph.
Ich dachte, Judas Makkabäus
Wär' Schutz genug für dich und deine Tochter.
Im übrigen, du hörst, wie's draußen steht:
Ich brauche die Soldaten! (Für sich.) Wenn die Römer
So nahe wären, könnt' es mir mißglücken!
Heut schickt' ich Galiläer!
Alexandra (zu Mariamne).
Meinst du noch,
Mein Argwohn habe keinen Grund?
Mariamne.
Ich weiß nicht,
Doch jetzt steckt er mich an. Dies find ich seltsam!
Obgleich—Wenn aus der Wand ein Wurfspieß führe,
Es käme mir nicht unerwarteter!
Alexandra.
Zwei Stöße, und der Weg zum Thron ist frei;
Denn, gibt es keine Makkabäer mehr,
So kommen die Herodianer dran.
Mariamne.
Ich würde dich noch, jetzt verlachen, wäre
Nicht Salome sein Weib!—Bei meinem Bruder,
Ihr Kopf ist mein! Ich spreche zu Herodes:
Wie du mich rächst an ihr, so liebst du mich!
Denn sie, nur sie ist's! Der da nimmermehr!
Alexandra.
Du triumphierst zu früh! Erst gilt's zu handeln,
Und diesen Aufstand, dächt' ich, nutzten wir!
Mariamne.
Mit diesem Aufstand hab ich nichts zu schaffen,
Denn wenn Herodes wiederkehrt, so bleibt
Mir nichts zu fürchten, und wenn nicht, so kommt
Der Tod in jeglicher Gestalt mir recht!
Alexandra.
Ich geh! (Will ab.)
Joseph (vertritt ihr den Weg).
Wohin?