Daß die Auffassung in nicht geringem Grade von der geistigen Befähigung und dem Bildungsgrade des Beschauers wie andrerseits von der Stimmung desselben abhängig ist, möge noch beiläufig hier Erwähnung finden.

Oefters an mich gelangte Anfragen nach Vorlagen veranlassen mich hier ein weiteres Verzeichniß solcher anzufügen, welche in England mehr oder weniger gangbar, mir aber nicht näher bekannt sind und durch Schönfeld & Co. in Düsseldorf oder C. F. Prestel in Frankfurt bezogen werden können:

Barnard: Elementary Studies of Trees. 9 Nummern zu 2.
  „ Theory and Practice of Landscape Painting in Water Colours 22.
  „ Drawing from Nature 26.
Child: English Landscape scenery. 6 Nummern zu 1.
 „ Sketches From Nature. 9 Nummern zu 1.
De Haas: Marine Drawing Book. 6 Nummern zu 2.
Dibdin: A Guide to Water Colour Painting. 4 Hefte zu 6.
Harley: Studies in Water Colour. 22.
Mc. Kewan: Lessons on Trees for Water Colour. 6 Hefte zu 3.
Leitch: Lessons on Water Colour. 6 Nummern zu 3.

Theoretischer Theil.

I. Die Geräthschaften.

Zum Aquarelliren bedarf man folgender Geräthschaften:

1. Aquarellpapier. 2. Pinsel. 3. Farben. 4. Eine nicht zu kleine viereckige oder ovale Steingut-Palette — die viereckigen größeren sind am meisten zu empfehlen — und verschiedene größere Näpfchen zum Präpariren der flüssigen Töne. 5. Ein weiches Schwämmchen. 6. Ein Stück weiches Waschleder. 7. Weißes Löschpapier. 8. Ein Reißbrett und 9. Ein Radirmesser.

Von diesen Dingen erfordern die drei ersterwähnten eine etwas nähere Betrachtung, da es unmöglich ist, mit ungeeignetem Material gute Resultate zu erzielen und gewisse Wirkungen nur mittelst gewisser Hilfsmittel darzustellen sind, welche sich für andere Zwecke wieder durchaus nicht eignen. So z. B. erfordert der Auftrag dünnflüssiger Töne andere Pinsel wie das Schleppen von dicker, fast trockener Farbe oder das Aufsetzen von Weiß. Es ist daher von äußerster Wichtigkeit, das Material zu kennen, um für bestimmte Gesichtspunkte die richtige Wahl zu treffen. Mangel an Kenntniß oder Unsicherheit in dieser Beziehung liefern unbefriedigende Arbeiten, während freie, kraft- und glanzvolle Darstellung mit durch genaue Kenntniß der Mittel bedingt sind.