Gott’s Husdör is’t, dor sett ’k em aw —

Führ tau in »Jesu Nam! —«

Ja, ’t is’n unheimlichen, harten Gast, dei Dod, dei vel Leed un Weihdag mit sick bringt, un so stark is, dat keiner gegen em upkamen kann.

Un des’ unheimliche Gast kümmt jedwereinen von uns neger und neger, kann hüt kamen, kann morgen kamen un bi di ankloppen. ’t kann jo ok noch ne Tid wohren, bet hei kümmt, äwer kamen deiht hei nah mi un di, so gewiß as dat Amen in’t Vadderuns’. Ut’n Weg gahn kann em keiner. Dat weit wi all, un dat, wat uns so bevörsteiht, hett uns wol all männig bös Stunn makt. Wo männig Minschen giwwt dat wol, dei ehr Lewen lang unner den Druck von dei Dodsfurcht stahn un mit Grugen denken an dei Stunn, wo sei an de Reig kamen.

Un Paulus süht sin Dodsstunn, as wi irst hürt hebben, ganz ruhig entgegen. Sinentwegen kann dei Dod jeden Ogenblick kamen, hei hett gor kein Bang för em. Denn möt hei wol ganz gewiß weiten, dat dei Dod em gornicks daun kann, em ok nicks nehmen kann; ne, hei kann em tau wat verhelpen, up dat hei sick all lang freut hett. Ach, wenn dat mit uns doch so warden künn, wenn wi doch ok von alle Dodsfurcht ahnig warden künnen! Wo schön wir dat wol. Wo würd uns ganz Lewen ’n ganz anner Utseihn kriegen. Wo hett Paulus dat blot farig bröcht? Hei verswigt uns dat nich, hei seggt dat hier: »Christus, seggt hei, is min Lewen.« Dorüm is Starwen för em Gewinn. Sall hei eins afscheiden, denn bedüd’t dat Starwen för em nicks anners as na ’n Herrn Christus gahn. Dat’s noch nicks legs vör em, ne, wat schöneres beters kann’t jo gornich för em gewen. Dat is jo för em dat Allerbest, wat’t gewen kann, nah’n Herrn Christus tau kamen. Wenn hei an sin Dodsstunn denkt, denn is em so tau Maud as de Kinner, dei up Wihnachten lurn. Beten grugen deiht ehr wol noch in dei düster Stuw, in dei sei täuwen möten. Äwer dörch dei Dörenritz un dat Slötellock föllt wol af un an all’n Schäumer von den Dannenbom, dei all anstickt ward, un sei weiten ganz gewiß, dor in dei anner Stuw ward wat Schöns för sei prat stellt. So’n beten weiten sei all, wat de Wihnachtsmann bringen ward, äwer wat genaues weiten sei doch nich. Sei weiten äwer all von dei annern Wihnachten her, dat dat ümmer ne grote Äwerraschung gewen deit. Un nu geiht endlich dei Dör up, un dei Dannenbom steiht dor in sin Pracht un sin’n Glanz un all dei schönen Gawen, dei dei Leiw ehr taudacht hett, sünd dorunner upbugt. So as’n Kind sick freut up Wihnachten, so freut sick Paulus up den Dag, wo dei Dod kümmt. An den’n Dag geiht vör em dei Dör up, achter dei all dei Herrlichkeit upbugt is, dei dei Herr Jesus vör em prat stellt hett. Un wenn Paulus sick ok veel vermauden is, hei weit, dat ward denn doch noch ne grote Äwerraschung vör em gewen. Dat ward denn doch noch mal dusend mal schöner sin, as hei sick dat dacht hett. So is em tau Maud, wenn hei an sinen Dodsdag denkt, wil dat Christus sin Lewen is.

Christus is sin Lewen. Wat meint hei dormit? Paulus sin Lewen hett 2 Deil. Dei irst Deil wir dei, wo hei von den Herrn Jesus nicks nich weiten wull, wo hei em gradtau verfolgen ded, wo hei nicks, ok gornicks mit em tau daun hebben wull. In dit lütt Stück von sinen Lewen dacht Paulus ok wol männigmal mit grote Angst an sinen Dod. Äwer dat würd mit eins ganz anners von den Tag un dei Stunn an, as dei Herr Christus em vör dei Stadt Damaskus dalsmiten ded, as hei dor seihn un erlewen müßt, dat dei Herr Christus doch dor is un lewt, un as hei sick entsluten ded, in den Deinst von den Herrn Christus tau treden un blot dat tau daun, wat dei em seggen ded. Donn würd sin Lewen ganz anners. Von dei Stunn an künn hei seggen: »Ick lew, doch eigentlich lew ick gornich mihr, ne Christus lewt in mi.« Von dei Stunn an künn hei seggen: »Christus is min Lewen,« von dei Stunn an künn hei äwer ok seggen: »Starwen is mi nu Gewinn.« Nu dat Christus in em lewen ded, wecke wull em nu noch sin Lewen nehmen? Dor künn jo dei Dod mit all sin Macht kamen, gegen den Herrn Christus, dei in em lewen ded, künn hei jo doch nich upkamen. Dat Lewen, dat hei nu in sick har, dat künn jo gornich all warden. Wull dei Dod em sin Lewen nehmen, denn hadd hei em jo mit den ’n Herrn Christus uteinannerriten müßt. Dat güng nich, hei wir jo mit den ’n Herrn Christus nah un nah so tausamenwussen, dat ehr kein Macht von dei Welt un ok dei Dod mit all sin Macht nich uteinannerriten künn. So as ’ne Kliw sick mit dusende von lütt Hakens int Kled von einen inhakt, dei an ehr vörbi geiht, un sick mit anner Hakens fasthakt, wenn weck losreten wardn, so hadd hei sick an den Herrn Christus anhakt. Em künn keiner werre losriten. Bi em wir dat in Wohrheit so, as wi irst sungen hebben: »Meinen Jesum laß ich nicht, weil er sich für mich gegeben. So erfordert meine Pflicht, klettenweis an ihm zu kleben. Er ist meines Lebens Licht. Meinen Jesum laß ich nicht.« Ja, so möt ’t makt warden, wenn ’n vör ’n Dod kein Angst hebben sall. Wenn ’n so mit den Herrn Christus tausamenwussen is, denn kann ’n dat Graw as Gotts Husdör anseihn, denn is dei Weg nah ’n Kirchhof, so swer hei ok is, doch ’n Weg tau Gott, dei ümmer gaud is. Denn weit wi, dat de Dod uns vör Gotts Husdör afsetten möt, dei nu vör uns upgahn sall, un uns Heiland kümmt uns in sin Vadderhus sülwst entgegen un seggt tau uns: »Kamt rinn!«

Nu segg mal, wo steihst du di mit ’n Herrn Christus? Kannst du ok so seggen as Paulus: »Christus is min Lewen!«? Hest du ok son ’n Stunn in dinen Lewen hatt as Paulus, in dei du di entslaten hest, din eigen Lewen tau begraben un so in di Platz tau maken, dat dei Herr Christ in di lewen kann? Hest du di em ok tauwennt un tau em seggt: »Nu segg du mi, wat ick dauhn sall. Di, di ganz allein sall min Lewen gehüren.«? Hest du ok Irnst makt mit sonn Versprecken? Büst du nu ok na un na mit em tausammenwussen un hackst mit em tausam as ’ne Kliw an ’t Kled? Wenn du sonn Stunn erlewt hest un Christus nu din Lewen worden is, denn warst du ok markt hebben, wo dei Angst vörn Dod bi di ümmer mihr nahlaten hett, je mihr du mit den Herrn Jesus tausamenwussen büst. Wenn du ok noch nich ganz so wid büst, as dei Apostel Paulus kamen is, dat du ok all seggen kannst: »Ick hew Lust aftauscheiden un nah ’n Herrn Christus tau gahn, dat wir vör mi dat Allerbest«, lat man nich nah, hol em man wiß, lat di nich von em losriten. Wenn du ok nich ganz so wid kümmst as dei Apostel Paulus, du kümmst doch am End so wid as oll Vadder Simeon, dei säd, as hei den Herrn Christ seihn hadd: »Min Herrgott, nu lettst du dinen Deiner in Fredn fohrn, denn min Ogen hemm dinen Heiland seihn.« Aewer, wenn du noch nich seggen kannst un magst: Christus is min Lewen, wenn du ungefähr so lewen deist as dei Apostel Paulus in dat irste Stück von sin Lewen, je, denn süht ’t slimm üm di ut. Wo up wist du di denn verlaten, wenn dei Dod eins kümmt? Wat is denn din Lewen? Dei Mann seggt: min Fru is min Lewen, un dei Fru: min Mann is min Lewen, un dei Öllern: uns Kinner sünd uns Lewen, un wek seggen: uns Geld, uns Hus un Hof, uns Wirtschaft, uns Geschäft is uns Lewen, ein anner seggt viellicht: gaud Eten un Drinken is min Lewen, un ein anner: dei Lust, dat Vergnäugen is min Lewen, orer dei Putz, orer dat Danzen is min Lewen. All dat ward di wenig nütten, wenn dei Dod eins kümmt, dat kann em nich uphollen un afwehren, dor kihrt hei sick nich an. Wo ganz anners is dat äwer, wenn Christus din Lewen word’n is. Wo ward dei Dod sick denn verfirn, wenn hei dei Hand na di utreckt un gewohr ward, dat hei dat nich mit di, ne mit den Herrn Christus tau daun hett. Denn heit dat: Hand weg! Du kennst mi doch wol noch? Wi beid hebben all eins mit ’nanner wrungen un ick hew di ünner kregen un di den Giftstachel utbraken. Du hest mi nich hollen künnt, as ick dor einst in Joseph sinen Goren in ’t Graw leg. Nu lew ick un hei sall nu ok lewen, un du sallst em dortau verhelpen, dat hei in dat ewig Lewen ingahn kann. Du kannst em mitnehmen, äwer du bringst em nich in din Rik, ne, du dreggst em sacht vör min Vadder sin Husdör un settst em dor af, denn ward ick kamen un em dei Dör apen maken un em rinhalen in dat ewige Lewen. Ach, wenn ’t so doch eins mit uns kamen ded! Müggst du dat wol? Ach gewiß doch, wecke süll sick dat wol nich wünschen. Na, denn säuk di Jesum un sin Licht, all anner helpt di nich.

Amen.