In der Nacht vor dem Auszug der Serben in den Kampf träumt die Fürstin Milica einen garstigen Traum vom Untergang des Heeres, von Schmach und bitterer Qual. Mit angstgepresstem Gemüte wendet sie sich an ihren gekrönten Ehgemahl[2]:

— O könnt ich nur, Gebieter mein, von dir mir eins erflehen,

dass du mir von den Jugović zurück doch einen liessest!

Wenn schlimmer Zufall irgendwie auf den Leiten walten sollte,

dass ich den Stamm der Jugović für immer nicht verlöre!

5Da sprach zur Fürstin Milica also zur Antwort Lazar:

— Ich kann dir von den Jugović zurück nicht einen lassen.

In Treuen sie gelobten es vom Ungarland dem König,

selbst sänke wohl der Himmel nieder auf die schwarze Heldenerde,

sie täten fangen auf ihn kühn auf ihre Schlachtenspeere.