Sie wollen den Firmin zum Gesandten haben.—Gemach, Kamerad!—So weit sind wir noch nicht.—Aber Firmin betrug sich immer so gut gegen mich.—Es ist der Sohn vermutlich—der junge Mensch, der sich mit Versen abgibt, ganz gewiß—und dieser La Roche ist's, der sie hetzt!—Dieser Firmin hat Verdienste, ich muß es gestehen, und wenn sie je seinen Ehrgeiz aufwecken, so kenne ich Keinen, der mir gefährlicher wäre.—Das muß verhütet werden!—Aber in welcher Klemme sehe ich mich!—Eben diese beiden Firmins wären mir jetzt gerade höchst nöthig, der Vater mit seinen Einsichten und der Sohn mit seinen Versen.—Laß uns fürs erste Nutzen von ihnen ziehen, und dann schafft man sie sich schon gelegentlich vom Halse.
Vierter Auftritt.
Firmin der Vater und Selicour.
Selicour. Sind Sie's, Herr Firmin? Eben wollte ich zu Ihnen.
Firmin. Zu mir?
Selicour. Mich mit Ihnen zu erklären—
Firmin. Worüber?
Selicour. Ueber eine Armseligkeit—Lieber Firmin, es ist mir ein rechter Trost, Sie zu sehen.—Man hat uns veruneinigen wollen.
Firmin. Uns veruneinigen?
Selicour. Ganz gewiß. Aber es soll ihnen nicht gelingen, hoff' ich.
Ich bin Ihr wahrer und aufrichtiger Freund, und ich hab' es heute
bewiesen, denk' ich, da dieser tollköpfige La Roche mich bei dem
Minister anschwärzen wollte.