Karl. Meinen Vater will ich schon davon abhalten.—Ich sehe jetzt wohl, zu welchem Zweck er mir mein Gedicht abschwatzte. Sollte er wohl die Stirne haben, sich in meiner Gegenwart für den Verfasser auszugeben?

La Roche. Kommen Sie mit mir in den Garten, er darf uns nicht
beisammen antreffen.—Du nennst dich meinen Meister, Freund Selicour!
Nimm dich in Acht——dein Lehrling formiert sich, und noch vor
Abend sollst du bei ihm in die Schule gehen! (Gehen ab.)

Vierter Aufzug.

Erster Auftritt.

Madame Belmont. Charlotte.

Mad. Belmont. Bleib da, Charlotte! Wir haben ein Wörtchen mit einander zu reden, eh die Gesellschaft kommt.—Sage mir, mein Kind! Was hältst du von dem Herrn Selicour?

Charlotte. Ich, Mama?

Mad. Belmont. Ja, du!

Charlotte. Nun, ein ganz angenehmer, verdienstvoller, würdiger Mann scheint er mir zu sein.

Mad. Belmont. Das hör' ich gerne! Ich freue mich, liebes Kind, daß du eine so gute Meinung von ihm hast—denn, wenn dein Vater und ich etwas über dich vermögen, so wird Herr Selicour bald dein Gemahl sein.