Narbonne (ihnen entgegen). Ich habe Sie längst erwartet, meine
Herren!—Nur herein! Nur näher! Sei'n Sie herzlich willkommen!—
Hier Herr Firmin, meine Mutter und hier meine Tochter—Sie sind kein
Fremdling in meiner Familie.
Mad. Belmont (zu Karl Firmin). Ich hatte mir' s nicht erwartet, Sie hier in Paris zu sehen; es ist sehr angenehm, sich mit lieben Freunden so unvermuthet zusammen zu finden.
Karl. Dieser Name hat einen hohen Werth für mich. (Zu Charlotten.)
Sie haben Ihre Tante doch wohl verlassen?
Charlotte. Ja, Herr Firmin!
Karl. Es waren unvergeßliche Tage, die ich in Ihrem Hause verlebte.
Dort war's, mein Fräulein—
Narbonne (zu Firmin, dem Vater). Lassen wir die jungen Leute ihre
Bekanntschaft erneuern.—Nun, Herr Firmin, da ist Selicour!
Selicour (zu Firmin). In der That—ich bin—ich kann nicht genug sagen, wie erfreut ich bin—Sie bei dem Herrn von Narbonne eingeführt zu sehen.
Narbonne. Sie sind Beide die Männer dazu, einander Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. (Zu Firmin.) Er hat etwas auf dem Herzen, ich wünschte, daß Sie sich gegen einander erklärten, meine Herren!
Selicour. O nicht doch! Nicht doch! Herr Firmin kennt mich als seinen Freund.
Narbonne. Und sei'n Sie versichert, er ist auch der Ihrige. Ich wünschte, Sie hätten es gehört, mit welcher Wärme er noch heute Ihre Partei nahm. Ganz gewiß hat dieser La Roche wieder—