Oberst. Mein Oberstlieutenant?
Valcour. Mit dem du die Schlägerei gehabt hast. Er hat an meinen Freund Liancour schreiben lassen; er läßt dir vollkommene Gerechtigkeit widerfahren und bekennt, daß er der Angreifer gewesen sei. Die Familie hat zwar schon angefangen, dich gerichtlich zu verfolgen; aber wir wollen alles anwenden, die Sache bei Zeiten zu unterdrücken. Ich habe mich losgemacht, dir diese gute Nachricht zu überbringen, und muß gleich wieder zu meiner Gesellschaft.
Oberst. Sehr obligiert—aber-Valcour. Du kannst also ganz ruhig schlafen. Ich wache für dich. (Ab.)
Vierter Auftritt.
Frau von Mirville. Oberst Dorsigny. Lormeuil.
Oberst. Sage mir doch, was der Mensch will?
Fr. v. Mirville. Der Mensch ist verrückt, das sehen Sie ja.
Oberst. Dies scheint also eine Epidemie zu sein, die alle Welt ergriffen hat, seitdem ich weg bin; denn das ist der erste Narr nicht, dem ich seit einer halben Stunde hier begegne.
Fr. v. Mirville. Sie müssen den trocknen Empfang meiner Tante nicht so hoch aufnehmen. Wenn von Putzsachen die Rede ist, da darf man ihr mit nichts Anderm kommen.
Oberst. Nun, Gott sei Dank! da hör' ich doch endlich einmal ein vernünftiges Wort!—So magst du denn die Erste sein, die ich mit dem Herrn von Lormeuil bekannt mache.