Oberst. Sie können mir's glauben, meine Herren! Der, den Sie suchen, bin ich nicht; ich bin sein Onkel.
Erster Unterofficier. Sein Onkel? Gehn Sie doch! Sie gleichen dem
Herrn Onkel außerordentlich, sagt man, aber uns soll diese
Aehnlichkeit nicht betrügen.
Oberst. Aber sehen Sie mich doch nur recht an! Ich habe ja eine
Perrücke, und mein Neffe trägt sein eigenes Haar.
Erster Unterofficier. Ja, ja, wir wissen recht gut, warum Sie die Tracht Ihres Herrn Onkels angenommen—Das Stückchen war sinnreich; es thut uns leid, daß es nicht besser geglückt ist.
Oberst. Aber, mein Herr, so hören Sie doch nur an-Erster Unterofficier. Ja, wenn wir Jeden anhören wollten, den wir festzunehmen beordert sind—wir würden nie von der Stelle kommen—Belieben Sie, uns zu folgen, Herr von Dorsigny! Die Postchaise hält vor der Thür und erwartet uns.
Oberst. Wie? was? die Postchaise?
Erster Unterofficier. Ja, Herr! Sie haben Ihre Garnison heimlich verlassen! Wir sind beordert, Sie stehenden Fußes in den Wagen zu packen und nach Straßburg zurückzubringen.
Oberst. Und das ist wieder ein Streich von diesem verwünschten
Taugenichts! Ha, Lotterbube!
Champagne. Ja, gnädiger Herr, es ist meine Veranstaltung—Sie wissen, wie sehr ich dawider war, daß Sie Straßburg ohne Urlaub verließen.
Oberst (hebt den Stock auf). Nein, ich halte mich nicht mehr-Beide
Unterofficiere. Mäßigen Sie sich, Herr von Dorsigny!