Erster Unterofficier. Herr Capitän, Sie haben kein Recht, Diesen ehrlichen Diener wider seinen Willen nach Straßburg mitzunehmen—und wenn Sie ihm noch Rückstände schuldig sind-Oberst. Nichts, keinen Heller bin ich ihm schuldig.

Erster Unterofficier. So ist das kein Grund, ihn mit Prügeln abzulohnen.

Lormeuil. Ich muß sehen, wie ich ihm heraus helfe—Wenn es nicht anders ist—in Gottes Namen, reisen Sie ab, Herr von Dorsigny. Zum Glück bin ich frei, ich habe Freunde, ich eile, sie in Bewegung zu setzen, und bringe Sie zurück, eh' es Tag wird.

Oberst. Und ich will den Postillon dafür bezahlen, daß er so langsam fährt als möglich, damit Sie mich noch einholen können—(Zum Postillon.) Hier, Schwager! Vertrink das auf meine Gesundheit—aber du mußt mich fahren-Postillon (treuherzig). Daß die Pferde dampfen.

Oberst. Nicht doch! nein! so mein' ich's nicht-Postillon. Ich will
Sie fahren wie auf dem Herweg! Als ob der Teufel Sie davon führte.

Oberst. Hol' der Teufel dich selbst, du verdammter Trunkenbold! Ich sage dir ja-Postillon. Sie haben's eilig! Ich auch! Sei'n Sie ganz ruhig! Fort soll's gehen, daß die Funken hinauf fliegen. (Ab.)

Oberst (ihm nach). Der Kerl macht mich rasend! Warte doch, höre!

Lormeuil. Beruhigen Sie sich! Ihre Reise soll nicht lange dauern.

Oberst. Ich glaube, die ganze Hölle ist heute losgelassen. (Geht ab, der erste Unterofficier folgt.)

Lormeuil (zum zweiten). Kommen Sie, mein Herr, folgen Sie mir, weil es Ihnen so befohlen ist—aber ich sage Ihnen vorher, ich werde Ihre Beine nicht schonen! Und wenn Sie sich Rechnung gemacht haben, diese Nacht zu schlafen, so sind Sie garstig betrogen, denn wir werden immer auf den Straßen sein.