Fr. v. Mirville. Allerdings! Eine solche Auszeichnung ehrt die ganze Familie!

Champagne. Euer Gnaden begreifen wohl, daß er sich da nicht lange mit Abschiednehmen aufhalten konnte. Champagne, sagte er zu mir, ich gehe in wichtigen Staatsangelegenheiten nach—nach Sanct Petersburg. Der Staat befiehlt—ich muß gehorchen—beim ersten Postwechsel schreib' ich meiner Frau—was übrigens die Heirath zwischen meinem Neffen und meiner Tochter betrifft—so weiß sie, daß ich vollkommen damit zufrieden bin.

Dorsigny. Was hör' ich! mein lieber Onkel sollte-Champagne. Ja,
gnädiger Herr! er willigt ein.—Ich gebe meiner Frau unumschränkte
Vollmacht, sagte er, alles zu beendigen, und ich hoffe bei meiner
Zurückkunft unsere Tochter als eine glückliche Frau zu finden.

Fr. v. Dorsigny. Und so reiste er allein ab?

Champagne. Allein? Nicht doch! Er hatte noch einen Herrn bei sich, der nach etwas recht Vornehmem aussah-Fr. v. Dorsigny. Ich kann mich gar nicht drein finden.

Fr. v. Mirville. Wir wissen seinen Wunsch. Man muß dahin sehen, daß er sie als Mann und Frau findet bei seiner Zurückkunft.

Sophie. Seine Einwilligung scheint mir nicht im geringsten zweifelhaft, und ich trage gar kein Bedenken, den Vetter auf der Stelle zu heirathen.

Fr. v. Dorsigny. Aber ich trage Bedenken—und will seinen ersten
Brief noch abwarten.

Champagne (beiseite). Da sind wir nun schön gefördert, daß wir den
Onkel nach Petersburg schicken.

Dorsigny. Aber, beste Tante!