Don Cesar. Isabella. Beatrice. Der Chor.

Beim Eintritt des Don Cesar zertheilt sich der Chor in fliehender
Bewegung vor ihm; er bleibt allein in der Mitte der Scene stehen.

Beatrice.
Weh mir, er ist's!

Isabella (tritt ihm entgegen).
O mein Sohn Cesar! Muß ich so
Dich wiedersehen—O, blick her und sieh
Den Frevel einer gottverfluchten Hand!
(Führt ihn zu dem Leichnam.)

Don Cesar (tritt mit Entsetzen zurück, das Gesicht verhüllend).

Erster Chor. (Cajetan, Berengar.)
Brechet auf, ihr Wunden!
Fließet, fließet!
In schwarzen Güssen
Strömet hervor, ihr Bäche des Bluts!

Isabella.
Du schauderst und erstarrst!—Ja, das ist Alles
Was dir noch übrig ist von deinem Bruder!
Da liegen meine Hoffnungen—Sie stirbt
Im Keim, die junge Blume eures Friedens,
Und keine schöne Früchte sollt' ich schauen.

Don Cesar.
Tröste dich, Mutter! Redlich wollten wir
Den Frieden, aber Blut beschloß der Himmel.

Isabella.
O, ich weiß, du liebtest ihn, ich sah entzückt
Die schönen Bande zwischen euch sich flechten!
An deinem Herzen wolltest du ihn tragen,
Ihm reich ersetzen die verlornen Jahre.
Der blut'ge Mord kam deiner schönen Liebe
Zuvor—Jetzt kannst du nichts mehr, als ihn rächen.

Don Cesar.
Komm, Mutter, komm! Hier ist kein Ort für dich,
Entreiß dich diesem unglücksel'gen Anblick! (Er will sie fortziehen.)