DUNOIS. Nicht ihren Wundern, ihrem Auge glaub ich,
Der reinen Unschuld ihres Angesichts.
KARL. Und bin ich Sündger solcher Gnade wert!
Untrüglich allerforschend Aug, du siehst
Mein Innerstes und kennest meine Demut!
JOHANNA. Der Hohen Demut leuchtet hell dort oben,
Du beugtest dich, drum hat er dich erhoben.
KARL. So werd ich meinen Feinden widerstehn?
JOHANNA. Bezwungen leg ich Frankreich dir zu Füßen!
KARL. Und Orleans sagst du, wird nicht übergehn?
JOHANNA. Eh siehest du die Loire zurückefließen.
KARL. Werd ich nach Reims als Überwinder ziehn?
JOHANNA. Durch tausend Feinde führ ich dich dahin.
(Alle anwesende Ritter erregen ein Getöse mit ihren Lanzen und
Schilden, und geben Zeichen des Muts)
DUNOIS. Stell uns die Jungfrau an des Heeres Spitze,
Wir folgen blind, wohin die Göttliche
Uns führt! Ihr Seherauge soll uns leiten,
Und schützen soll sie dieses tapfre Schwert!