RITTER (schlägt das Visier auf).
Ich bins. Elende, zittre und verzweifle!
Die Satanskünste schützen dich nicht mehr,
Du hast bis jetzt nur Schwächlinge bezwungen,
Ein Mann steht vor dir.

ZWEITER AUFZUG

Zehnter Auftritt

Dunois und La Hire zu den Vorigen

DUNOIS. Wende dich, Burgund!
Mit Männern kämpfe, nicht mit Jungfrauen.

LA HIRE. Wir schützen der Prophetin heilig Haupt,
Erst muß dein Degen diese Brust durchbohren—

BURGUND. Nicht diese buhlerische Circe fürcht ich,
Noch euch, die sie so schimpflich hat verwandelt.
Erröte, Bastard, Schande dir, La Hire,
Daß du die alte Tapferkeit zu Künsten
Der Höll erniedrigst, den verächtlichen
Schildknappen einer Teufelsdirne machst.
Kommt her! Euch allen biet ichs! Der verzweifelt
An Gottes Schutz, der zu dem Teufel flieht.
(Sie bereiten sich zum Kampf, Johanna tritt dazwischen)

JOHANNA. Haltet inne!

BURGUND. Zitterst du für deinen Buhlen?
Vor deinen Augen soll er—(Dringt auf Dunois ein)

JOHANNA. Haltet inne!
Trennt sie, La Hire—Kein französisch Blut soll fließen!
Nicht Schwerter sollen diesen Streit entscheiden.
Ein andres ist beschlossen in den Sternen—
Auseinander sag ich—Höret und verehrt
Den Geist, der mich ergreift, der aus mir redet!