Franz (betet.) Ich bin kein gemeiner Mörder gewesen, mein Herrgott — hab mich nie mit Kleinigkeiten abgegeben, mein Herrgott —
Daniel. Gott sey uns gnädig! Auch seine Gebete werden zu Sünden. (Es fliegen Steine und Feuerbrände. Die Scheiben fallen. Das Schloß brennt.)
Franz. Ich kann nicht beten — hier, hier! (Auf Brust und Stirn schlagend.) Alles so öd — so verdorret (steht auf.) Nein, ich will auch nicht beten — diesen Sieg soll der Himmel nicht haben, diesen Spott mir nicht anthun die Hölle —
Daniel. Jesus Maria! helft — rettet — das ganze Schloß steht in Flammen!
Franz. Hier, nimm diesen Degen. Hurtig. Jag mir ihn hinterrücks in den Bauch, daß nicht diese Buben kommen und treiben ihren Spott mit mir. (Das Feuer nimmt überhand.)
Daniel. Bewahre! Bewahre! Ich mag niemand zu früh in den Himmel fördern, viel weniger zu früh. (er entrinnt.)
Franz (ihm graß nachstierend, nach einer Pause.)
In die Hölle wolltest du sagen — Wirklich! ich wittere so etwas — (wahnsinnig.) Sind das ihre hellen Triller? hör ich euch zischen, ihr Nattern des Abgrunds? — Sie dringen herauf — Belagern die Thüre — warum zag ich so vor dieser bohrenden Spitze? — die Thüre kracht — stürzt — unentrinnbar — Ha! so erbarm du dich meiner! (er reißt seine goldene Hutschnur ab, und erdrosselt sich.)
Schweizer (mit seinen Leuten.)