Diese jedem Theologen wichtige Sammlung von interessanten Abhandlungen hat unter der veränderten Redaktion ihren gleichen, anerkannten Werth erhalten.


Göthe (von) Winkelmann und sein Jahrhundert, in Briefen und Aufsätzen. gr. 8. 2 Rthlr. 8 gr. 4 fl.

Winkelmanns Briefe an Berendis gehören unter die wichtigsten Denkmäler, die der einzelne Mensch hinterlassen kann, und die Herausgabe derselben ist eine wichtige Bereicherung der Literatur. Der beigefügte: »Entwurf einer Kunstgeschichte des achtzehnten Jahrhunderts, und die Skizzen zu einer Schilderung Winkelmanns« erheben dies Werk zu einem der vorzüglichsten der diesjährigen Büchererndte.


Grotesken, Satyren und Naivitäten
auf das Jahr 1806.
Mit 11 Umrissen nach Raphael, Michael Angelo,
Teniers und andern alten Meistern.

Herausgegeben v. J. D. Falk, 16. brochirt. 2 Rthlr. 3 fl. 36 kr.

In diesen Grotesken, Satyren und Naivitäten, die als eine Fortsetzung des Taschenbuchs für Freunde des Scherzes und der Satyren nur nach einem erweiterten Plane zu betrachten sind, gedenkt der Verfasser ein kleines Magazin für das Grotesk-Komische und die feineren daran grenzenden naiven Gattungen anzulegen. Beschreibung lustiger Volksfeste, Jahrmarktspossen, kleine originelle Stücke in schwäbischen und andern Volksdialekten, geistliche und weltliche Komödien, Christmetten, Osterfeiern, Hofgalla, Anekdoten von Hofnarren und Pritschmeistern aller Art, Faschingslustbarkeiten, Masken, Schönbartsspiele, Erklärung lustiger alter Kupferstiche und Holzschnitte: Alles dieses wird nach und nach in diesem Magazin mit einander abwechseln. Schon die blose Angabe des Inhalts vom ersten Bändchen wird den Liebhabern einer scherzhaften Lektüre anzeigen, was sie hier zu erwarten haben. 1) Stanzen an die Poesie von Stoll. 2) Unser Herr und der Schmidt von Apolda. Ein Schwank vom Herausgeber. Mit 5 Umrissen. 3) Der Schmidt von Apolda vor der Himmelspforte, ein Nachspiel zum Schmidt von Apolda von ebendems. 4) Nochbestehendes satyrisches Sittengericht zu Altona von Hrn. Pred. Kleinschmidt. 5) Die Hirten an der Krippe. Ein Weihnachtsspiel. Oberösterreichisch. Von ebend. 6) Der Mond und seine Mutter. Ein Schwank. Von ebend. 7) Der Pfingstmontag zu Heilbronn, von einem Ungenannten aus Schwaben. 8) Einige neue Gedichte von Grübel in Nürnberger Mundart, nebst einer Vorerinnerung vom Herausgeber. 9) Der Peter in der Fremde, von Grübel. 10) Der Peter als Bedienter. 11) Der Peter auf dem Vogelmarkte. 12) Der Peter als Schweinhirt. 13) Der Peter in der Kinderlehre. 14) Die unterbrochene Scheidung von Grübel. 15) Der Pfarrer und der Wirthsknecht, von Grübel. 16) Fête Flamande, oder die lustige Hahnreyschaft von Teniers. Nebst Umriß nach einem Gemählde desselben in Dresden. 17) Der Graf und die kleine Tirolerin. Eine Bregenzer Idylle. Nach einem oberösterreichischen Originale. Vom Herausgeber. Nebst einem Umriß nach Flaxmann. 18) Colombina als Hausmutter, oder die zwei Apfelsinen-Diebe. Nebst einem Umriß nach einer Antike. 19) Consilium Medicum, oder die Aerzte unserer Zeit. P. E. Hartert. 20) Der Doktor und die Recensenten. Ein Beispiel, was für Unglück oft eine Recension anrichten kann. 21) Das Leichteste. 22) Das Schwerste. 23) Humanität, oder der Fürst und der Dichter, eine wahre Anekdote. 24) Aus der Barbarey, oder Erklärung Sr. Durchlaucht des Dey's von Algier, an sämmtliche deutsche Autoren und Dichter. 25) Vorschlag nach Doktor Gall, die Maulschellen in unsere Literatur einzuführen. 26) Adam und Eva, oder das wiedergefundene Paradies. Eine Feldpredigt, gehalten von dem Feldprediger Kummer, herausgegeben von J. D. Falk.

Je seltener in Deutschland Produkte von ächt-komischem Gehalt sind, um so mehr dürfen wir für dieses, bei dem Publikum auf eine geneigte Aufnahme hoffen.