(Sie gehen ab.)

Spiegelberg (ihnen nachsehend, nach einer Pause.) Dein Register hat ein Loch. Du hast das Gift weggelassen. (Ab)

Dritte Scene.

Im Moorischen Schloß, Amaliens Zimmer.

Franz. Amalia.

Franz. Du siehst weg, Amalia? verdien ich weniger, als der, den der Vater verflucht hat?

Amalia. Weg! — ha des liebevollen barmherzigen Vaters, der seinen Sohn Wölffen und Ungeheuern Preis gibt! daheim labt er sich mit süssem köstlichem Wein, und pflegt seiner morschen Glieder in Kissen von Eider, während sein groser herrlicher Sohn darbt — schämt euch, ihr Unmenschen! schämt euch, ihr Drachenseelen, ihr Schande der Menschheit! — seinen einzigen Sohn!

Franz. Ich dächte, er hätt ihrer zween.

Amalia. Ja, er verdient solche Söhne zu haben, wie du bist. Auf seinem Todbett wird er umsonst die welken Hände ausstrecken nach seinem Karl, und schaudernd zurückfahren, wenn er die eiskalte Hand seines Franzens faßt — oh es ist süß, es ist köstlich süß, von deinem Vater verflucht zu werden! Sprich Franz, liebe brüderliche Seele! was muß man thun, wenn man von ihm verflucht seyn will?

Franz. Du schwärmst, meine Liebe, du bist zu bedauren.