Weh, weh, weh! Wir sind gefangen, gerädert, wir sind geviertheilt! Viele tausend Husaren, Dragoner und Jäger sprengen um die Anhöhe, und halten die Luft-Löcher besetzt.
(Moor geht ab.)
Schweizer. Grimm. Roller. Schwarz. Schufterle. Spiegelberg. Razmann. Räubertrupp.
Schweizer. Haben wir sie aus den Federn geschüttelt? Freu dich doch, Roller! Das hab ich mir lange gewünscht, mich mit so Kommis-Brod-Rittern herumzuhauen — wo ist der Hauptmann? Ist die ganze Bande beysammen? Wir haben doch Pulver genug?
Razmann. Pulver die schwere Meng. Aber unser sind achtzig in allem, und so immer kaum einer gegen ihrer zwanzig.
Schweizer. Desto besser! und laß es fünfzig gegen meinen grossen Nagel seyn — Haben sie so lang gewartet, bis wir ihnen die Streu unterm Arsch angezündet haben — Brüder, Brüder! so hat's keine Noth. Sie sezen ihr Leben an zehen Kreuzer, fechten wir nicht für Hals und Freyheit? — Wir wollen über sie her wie die Sündflut, und auf ihre Köpfe herabfeuren wie Wetterleuchten — Wo zum Teufel! ist dann der Hauptmann?
Spiegelberg. Er verläßt uns in dieser Noth. Können wir denn nicht mehr entwischen?
Schweizer. Entwischen?
Spiegelberg. Oh! Warum bin ich nicht geblieben in Jerusalem.
Schweizer. So wollt' ich doch, daß du im Kloak erstiktest, Drekseele du! Bey nakten Nonnen hast du ein grosses Maul, aber wenn du zwey Fäuste siehst, — Memme, zeige dich itzt, oder man soll dich in eine Sauhaut nähen, und durch Hunde verhetzen lassen.