Moor. Und wer müssen wir seyn, wenn Sie recht geh'n?

Kosinsky. Männer!

Schweizer. Ob wir das auch gezeigt haben, Hauptmann?

Kosinsky. Männer such' ich, die dem Tod in's Gesicht sehen, und die Gefahr wie eine zahme Schlange um sich spielen lassen, die Freyheit höher schätzen, als Ehre und Leben, deren bloser Name, willkommen dem Armen und Unterdrückten, die Beherztesten feig und Tyrannen bleich macht.

Schweizer (zum Hauptmann.) Der Bursche gefällt mir. — Höre, guter Freund! Du hast deine Leute gefunden.

Kosinsky. Das denk' ich, und will hoffen, bald meine Brüder. — So könnt ihr mich dann zu meinem rechten Manne weisen, denn ich such euren Hauptmann, den grosen Grafen von Moor.

Schweizer (gibt ihm die Hand mit Wärme.) Lieber Junge! wir dutzen einander.

Moor (näher kommend.) Kennen Sie auch den Hauptmann?

Kosinsky. Du bist's — in dieser Miene — wer sollte dich anseh'n, und einen andern suchen? (starrt ihn lang an.) Ich habe mir immer gewünscht, den Mann mit dem vernichtenden Blicke zu sehen, wie er saß auf den Ruinen von Karthago — itzt wünsch ich es nicht mehr.

Schweizer. Blitzbub!