Schweizer (ihnen entgegen.) Sey willkommen, mein Hauptmann — Ich bin ein bischen vorlaut gewesen, seit du weg bist. (Er führt ihn an die Leiche.) Sey du Richter zwischen mir und diesem — von hinten hat er dich ermorden wollen.

Räuber (mit Bestürzung.) Was? Den Hauptmann?

Moor. (In den Anblick versunken, bricht heftig aus.) O unbegreiflicher Finger der rachekundigen Nemesis! — Wars nicht dieser, der mir das Sirenenlied trillerte? — Weihe diß Messer der dunklen Vergelterinn! — das hast Du nicht gethan, Schweizer.

Schweizer. Bei Gott! ich habs wahrlich gethan, und es ist beim Teufel nicht das schlechtste, was ich in meinem Leben gethan habe. (geht unwillig ab.)

Moor (Nachdenkend.) Ich verstehe — Lenker im Himmel — ich verstehe — die Blätter fallen von den Bäumen — und mein Herbst ist kommen — Schafft mir diesen aus den Augen. (Spiegelbergs Leiche wird hinweg getragen.)

Grimm. Gib uns Ordre, Hauptmann — was sollen wir weiter thun?

Moor. Bald — bald ist alles erfüllet — Gebt mir meine Laute — Ich habe mich selbst verloren, seit ich dort war — Meine Laute sag ich — Ich muß mich zurück lullen in meine Kraft — verlaßt mich.

Räuber. Es ist Mitternacht, Hauptmann.

Moor. Doch warens nur die Thränen im Schauspielhaus — den Römergesang muß ich hören, daß mein schlafender Genius wieder aufwacht — Meine Laute her — Mitternacht, sagt ihr?