Calcagno. Sie hätten auch nicht so bald herausplatzen sollen.
(Leise.) Aber um Gotteswillen, Graf! was wird diese Nothlüge fruchten?
Fiesco. Zeit, Freund, und dann ist der erste Schreck jetzt vorüber. (Laut.) He! an soll Wein bringen! (Leise.) Und sahn Sie den Herzog erblassen? (Laut.) Frisch, Brüder, wir wollen noch eins Bescheid thun auf den Tanz dieser Nacht! (Leise.) Und sahn Sie den Herzog erblassen?
Calcagno. Des Mohren erstes Wort muß »Verschwörung« gelautet haben; der Alte trat schneebleich zurück.
Fiesco (verwirrt). Hum! Hum! der Teufel ist schlau, Calcagno—er verrieth nichts, bis das Messer an ihre Gurgel ging. Jetzt ist er freilich ihr Engel. Der Mohr ist schlau. (Man bringt ihm einen Becher Wein; er hält ihn gegen die Versammlung und trinkt.) Unser gutes Glück, Kameraden! (Man pocht.)
Schildwachen. Wer draußen?
Eine Stimme. Ordonnanz des Herzogs. (Die Nobili stürzen verzweifelnd im Hof herum.)
Fiesco (springt unter sie). Nein, Kinder! Erschreckt nicht!
erschreckt nicht! Ich bin hier. Hurtig! Schafft diese Waffen weg.
Seid Männer! ich bitte euch. Dieser Besuch läßt mich hoffen, daß
Andreas noch zweifelt. Geht hinein. Faßt euch. Schließt auf,
Soldaten. (Alle entfernen sich. Das Thor wird geöffnet.)
Achter Auftritt
Fiesco, als käm' er eben aus dem Schloß. Drei Deutsche, die den
Mohren gebunden bringen.
Fiesco. Wer rief mich in den Hof?