Andreas. Laß mich noch einmal Genuas Thürme schauen und den Himmel!
Nein, es ist kein Traum, und Andreas ist verrathen.
Deutscher. Feinde um und um! Fort! Flucht über die Grenze!
Andreas (wirft sich auf den Leichnam seines Neffen). Hier will ich enden. Rede Keiner von Fliehen. Hier liegt die Kraft meines Alters. Meine Bahn ist aus. (Calcagno fern mit Verschwornen.)
Deutscher. Mörder dort! Mörder! Flieht, alter Fürst!
Andreas (da die Trommeln wieder anfangen). Höret, Ausländer! Höret! das sind die Genueser, deren Joch ich brach. (Verhüllt sich.) Vergilt man auch so in Eurem Lande?
Deutscher. Fort! Fort! Fort! indeß unsre deutschen Knochen
Scharten in ihre Klingen schlagen. (Calcagno näher.)
Andreas. Rettet euch! Laßt mich! Schreckt Nationen mit der Schauerpost: die Genueser erschlugen ihren Vater-Deutscher. Mord! Zum Erschlagen hat's noch Weile—Kameraden, steht! Nehmt den Herzog in die Mitte! (Ziehen.) Peitscht diesen welschen Hunden Respect vor einem Graukopf ein-Calcagno (ruft an). Wer da? Was gibt's da?
Deutsche (hauen ein). Deutsche Hiebe! (Gehen fechtend ab.
Gianettinos Leichnam wird hinweggebracht.)
Fünfter Auftritt
Leonore in Mannskleidern. Arabella hinter ihr her. Beide schleichen ängstlich hervor.