Mohr. Auf ein Jota, mein Gebieter.
Fiesco (setzt sich). Sag denn, wie pfeift man von Doria und der gegenwärtigen Regierung?
Mohr. O pfui; nach abscheulichen Weisen. Schon das Wort: Doria, schüttelt sie wie ein Fieberfrost. Gianettino ist gehaßt bis in den Tod. Alles murrt. Die Franzosen, sagen sie, seien Genuas Ratten gewesen, Kater Doria habe sie aufgefressen und lasse sich nun die Mäuse belieben.
Fiesco. Das könnte wahr sein—und wußten sie keinen Hund für den
Kater?
Mohr (leichtfertig). Die Stadt murmelte Langes und Breites von einem gewissen—einem gewissen—Holla! Hätt' ich denn gar den Namen vergessen?
Fiesco (steht auf). Dummkopf! Er ist so leicht zu behalten, als schwer er zu machen war. Hat Genua mehr als einen Einzigen?
Mohr. So wenig als zween Grafen von Lavagna.
Fiesco (setzt sich). Das ist Etwas. Und was flüstert man denn über mein lustiges Leben?
Mohr (mißt ihn mit großen Augen). Höret, Graf von Lavagna! Genua muß groß von Euch denken. Man kann's nicht verdauen, daß ein Cavalier vom ersten Hause—voll Talenten und Kopf—in vollem Feuer und Einfluß—Herr von vier Millionen Pfund—Fürstenblut in den Adern—ein Cavalier wie Fiesco, dem auf den ersten Wink alle Herzen zufliegen würden-Fiesco (wendet sich mit Verachtung ab). Von einem Schurken das anzuhören-Mohr. Daß Genuas großer Mann Genuas großen Fall verschlafe. Viele bedauern, sehr Viele verspotten, die Meisten verdammen Euch. Alle beklagen den Staat, der Euch verlor. Ein Jesuit wollte gerochen haben, daß ein Fuchs im Schlafrock stecke.
Fiesco. Ein Fuchs riecht den andern.—Was spricht man zu meinem
Roman mit der Gräfin Imperiali?