Gianettino (tritt zum Tisch, unterzeichnet). Es ist geschehen—In zwei Tagen ist Dogewahl. Wenn die Signoria versammelt ist, werden die Zwölf auf das Signal eines Schnupftuchs mit einem plötzlichen Schuß gestreckt, wenn zugleich meine zweihundert Deutsche das Rathhaus mit Sturm besetzen. Ist das vorbei, tritt Gianettino Doria in den Saal und läßt sich huldigen. (Klingelt.)

Lomellin. Und Andreas?

Gianettino (verächtlich). Ist ein alter Mann. (Ein Bedienter.) Wenn der Herzog fragt, ich bin in der Messe. (Bedienter ab.) Der Teufel, der in mir steckt, kann nur in Heiligenmaske incognito bleiben.

Lomellin. Aber das Blatt, Prinz?

Gianettino. Nimmst du, lässest es durch unsre Partei circulieren.
Dieser Brief muß mir Extrapost nach Levanto. Er unterrichtet den
Spinola von Allem und heißt ihn früh acht Uhr in der Hauptstadt hier
eintreffen. (Will fort.)

Lomellin. Ein Loch im Faß, Prinz! Fiesco besucht keinen Senat mehr.

Gianettino (zurückrufend). Doch noch einen Meuter wird Genua haben?—Ich sorge dafür. (Ab in ein Seitenzimmer, Lomellin fort durch ein anderes.)

Fünfzehnter Auftritt

Vorzimmer bei Fiesco.

Fiesco mit Briefen und Wechseln. Mohr.