Sophie. Aber Juwelen wie diese! Hätten Sie nicht Ihre schlechtern nehmen können? Nein, wahrlich, Milady! es ist Ihnen nicht zu vergeben.

Lady. Närrisches Mädchen! Dafür werden in einem Augenblick mehr
Brillanten und Perlen für mich fallen, als zehn Könige in ihren
Diademen getragen, und schönere-Bedienter (kommt zurück). Major von
Walter-Sophie (springt auf die Lady zu). Gott! Sie verblassen-Lady.
Der erste Mann, der mir Schrecken macht—Sophie—Jetzt sei unpäßlich,
Eduard—Halt—Ist er aufgeräumt? Lacht er? Was spricht er? O,
Sophie! Nicht wahr, ich sehe häßlich aus?

Sophie. Ich bitte Sie, Lady-Bedienter. Befehlen Sie, daß ich ihn abweise?

Lady (stotternd). Er soll mir willkommen sein. (Bedienter hinaus.) Sprich, Sophie—Was sag' ich ihm? Wie empfang' ich ihn?—Ich werde stumm sein.—Er wird meiner Schwäche spotten—Er wird—o was ahnet mir—Du verlässest mich, Sophie?—Bleib!—Doch nein! Gehe!—So bleib doch! (Der Major kommt durch das Vorzimmer.)

Sophie. Sammeln Sie sich! Er ist schon da!

Dritte Scene.

Ferdinand von Walter. Die Vorigen.

Ferdinand (mit einer kurzen Verbeugung). Wenn ich Sie worin unterbreche, gnädige Frau-Lady (unter merkbarem Herzklopfen). In nichts, Herr Major, das mir wichtiger wäre.

Ferdinand. Ich komme auf Befehl meines Vaters-Lady. Ich bin seine
Schuldnerin.

Ferdinand. Und soll Ihnen melden, daß wir uns heirathen—So weit der
Auftrag meines Vaters.