Die Vorigen. Pantalon. Tartaglia und Brigella mit Soldaten.

Pantalon. Sieh, sieh! Da ist er ja! Potz Element,
Wo steckt Ihr, Prinz? Was habt Ihr hier zu schaffen?
(Den Barak mit den Augen musternd.)
Und wer ist dieser Mann, mit dem Ihr schwatzt?

Barak (für sich). Weh' uns! Was wird das?

Tartaglia. Sprecht! Wer ist der Mann?

Kalaf. Ich kenn' ihn nicht. Ich fand ihn hier nur so
Von ohngefähr, und weil ich müßig war,
Fragt' ich ihn um die Stadt und ihre Bräuche.

Tartaglia. Haltet zu Gnaden, Prinz! Ihr seid zu grad
Für diese falsche Welt; das gute Herz
Rennt mit dem Kopf davon—Heut früh im Divan!
Wie Teufel kamt Ihr zu dem Narrenstreich,
Den Vogel wieder aus der Hand zu lassen!

Pantalon. Laßt' s gut sein. Was geschehn ist, ist geschehn.
Ihr wißt nicht, lieber junger Prinz, wie tief Ihr
Im Wasser steht, wie Euch von allen Seiten
Betrug umlauert und Verrätherstricke
Umgeben—Lassen wir Euch aus den Augen,
So richtet man Euch ab, wie einen Staar. (Zu Barak)
Herr Nachbar Naseweis, steckt Eure Nase
Wo anders hin—Beliebt es Eurer Hoheit
Ins Haus herein zu gehn—He da, Soldaten!
Nehmt ihn in eure Mitte!—Ihr, Brigella,
Wißt Eure Pflicht—Bewachet seine Thür
Bis morgen frühe zu des Divans Stunde.
Kein Mensch darf zu ihm ein! So will's der Kaiser.

(Zu Kalaf.)

Merkt Ihr? Er ist verliebt in Euch und fürchtet,
Es möchte noch ein Unheil zwischen kommen.
Seid Ihr bis morgen nicht sein Schwiegersohn,
So, fürcht' ich, tragen wir den alten Herrn
Zu Grabe—Nichts für ungut, Prinz! Doch das
Von heute Morgen war—mit Eurer Gunst—
Ein Narrenstreich!—Ums Himmelswillen! Gebt Euch
Nicht bloß, laßt Euch den Namen nicht entlocken!

(Ihm ins Ohr zutraulich.)