Octavio.
Gewiß nicht. Gott verhüte, daß ich spaße!
Sehr ernstlich freut es mich, die gute Sache
So stark zu sehn.
Isolani.
Was Teufel! Wie ist das?
Seid Ihr denn nicht?—Warum bin ich denn hier?
Octavio. (mit Ansehen)
Euch zu erklären, rund und nett, ob Ihr
Ein Freund wollt heißen oder Feind des Kaisers.
Isolani. (trotzig)
Darüber werd ich dem Erklärung geben,
Dem's zukommt, diese Frag' an mich zu tun.
Octavio.
Ob mir das zukommt, mag dies Blatt Euch lehren.
Isolani.
Wa—was? Das ist des Kaisers Hand und Siegel.
(Liest.)
"Als werden sämtliche Hauptleute unsrer
Armee der Ordre unsers lieben, treuen,
Des Generalleutnant Piccolomini,
Wie unsrer eignen"—Hum—Ja—So—Ja, ja!
Ich—mach Euch meinen Glückwunsch, Generalleutnant.
Octavio.
Ihr unterwerft Euch dem Befehl?
Isolani.
Ich—aber
Ihr überrascht mich auch so schnell—Man wird
Mir doch Bedenkzeit, hoff ich—
Octavio.
Zwei Minuten.
Isolani.
Mein Gott, der Fall ist aber—
Octavio.
Klar und einfach.
Ihr sollt erklären, ob Ihr Euren Herrn
Verraten wollet oder treu ihm dienen.